«Die Stimmen der Lernenden | Tim bei bb trading werbeartikel ag

Die Berufsausbildung spielt eine Schlüsselrolle bei der Erhaltung des industriellen Know-hows in der Schweiz. In dieser Artikelserie mit dem Titel «Stimmen der Lernenden» lässt Renaissance junge Menschen zu Wort kommen, die in mehreren Unternehmen ihres Portfolios eine Ausbildung absolvieren. Diese Berichte geben Aufschluss über ihren Werdegang, ihre Wünsche und die Art und Weise, wie die KMU sie bei ihrer Ausbildung unterstützen.

Für diesen letzten Teil besuchte Renaissance die bb trading werbeartikel ag, ein 2001 gegründetes Unternehmen mit Sitz in Dietikon (ZH). Als führender Schweizer Anbieter von Werbeartikeln zeichnet sich bb trading durch die Qualität seiner langlebigen Artikel, sein Fachwissen in der Personalisierung und einen umfangreichen Katalog mit über 10.000 Artikeln aus. Das Unternehmen ist mehr als nur ein Händler, es setzt auf Innovation und soziale Verantwortung, um seinen Kunden passende und umweltfreundliche Lösungen anzubieten. Im Sommer 2021 übernahm Renaissance zusammen mit dem Management die Mehrheit des Unternehmens.

Bei bb trading ist die Ausbildung von Lernenden eine Priorität. Das Unternehmen verpflichtet sich, ihnen eine abwechslungsreiche und immersive Ausbildung zu bieten, bei der jeder Lernende alle Abteilungen kennenlernt, um einen umfassenden Einblick in den Beruf zu erhalten. In diesem Interview spricht Tim Jeker, Lernender Kaufmann im Marketing & Kommunikation, über seinen Werdegang, seine Motivation und die Lehren, die er aus seiner Ausbildung zieht.

 

Tim Jeker, Lernender Kaufmann

Der 17-jährige Tim Jeker entschied sich dafür, seine Lehre als Kaufmann bei bb trading werbeartikel ag zu absolvieren. Er war neugierig und begeisterte sich für Marketing und prüfte mehrere Optionen, bevor er vom ausbildenden und immersiven Ansatz des Unternehmens überzeugt war. Sein Werdegang ist von einer grossen Vielfalt an Erfahrungen geprägt, wobei er von einer Abteilung zur anderen wechselt, um eine globale Sicht des Berufs zu erlangen. Als sportlicher und engagierter Mensch jongliert er zwischen seinen beruflichen Verpflichtungen, seinem Studium für die Berufsmaturität und seinen Handballtrainings.

Was hat dich an dieser Lehre gereizt?
Bevor ich mich für bb trading entschied, besuchte ich viele Unternehmen, aber keines konnte mich wirklich überzeugen. Ich trat einen Schritt zurück und beschloss, die Aufnahmeprüfung für die gymnasiale Matura zu versuchen, die ich auch bestand. Dennoch verspürte ich das Bedürfnis, andere Optionen zu erkunden. So stiess ich auf Goldbach, ein Unternehmen im Medienbereich. Das Marketing fesselte mich sofort, und als ich weiter recherchierte, stellte ich fest, dass es im Kanton Zürich mehrere Unternehmen in diesem Bereich gab, darunter bb trading. Als ich sie kennenlernte, war ich sofort von der Atmosphäre und den Lernmöglichkeiten begeistert. Ihr dynamischer Ausbildungsansatz überzeugte mich wirklich, denn man bleibt nicht auf eine einzige Aufgabe beschränkt, sondern lernt alle Abteilungen kennen, vom Wareneingang, über das Warenlager, den Einkauf, den Kundenservice und den Verkauf, wo ich mich heute befinde. In der letzten Phase meiner Ausbildung kann ich sogar die Abteilung wählen, die mich am meisten interessiert, um meine Kenntnisse zu vertiefen.

Welche Werte oder Aspekte des Unternehmens motivieren dich am meisten?
Nachhaltigkeit spielt bei bb trading eine grosse Rolle, und ich schätze die Bedeutung, die dem Umgang mit den Mitarbeitern beigemessen wird. Das Unternehmen mit seinen 75 Mitarbeitern ist überschaubar und hat einen familiären Geist. Wir kennen alle einander und duzen uns, was einen starken Kontrast zur Anonymität grosser Unternehmen darstellt.

Kannst du einen typischen Tag oder eine typische Woche für dich beschreiben?
Jeder Tag ist anders. Ich beginne meinen Tag gegen 7 Uhr. Im Moment werden mir Projekte anvertraut, bei denen ich Angebote ausarbeiten muss, indem ich mehrere in- und ausländische Lieferanten kontaktiere. Ich kümmere mich auch um den Austausch mit den Kunden, um Muster zu erhalten, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Meine Tage, die sehr ausgefüllt sind, enden gegen 16:30 Uhr. Mit meiner Arbeit, meinem Handballtraining und dem Berufsmaturitätsunterricht an zwei Tagen pro Woche habe ich einen straffen Rhythmus, der aber sehr bereichernd ist.

Was gefällt dir an deiner Arbeit am besten und warum?
Was ich besonders schätze, ist die Vielfalt der Aufgaben und die Eigenverantwortung der Lernenden. Von Anfang an werden uns wichtige Aufgaben übertragen, und ich mag diesen Aspekt des „Eintauchens in die Realität“. Während des Rebrandings der Firma durfte ich unter anderem ein Projekt für den Flughafen Zürich planen und durchführen. Das war eine unglaubliche Erfahrung, denn nicht viele Lernende bekommen so früh in ihrem Werdegang ein solches Projekt anvertraut.

Hattest du jemals einen Moment, in dem du besonders stolz auf deine Arbeit warst?
Ja, vor allem durch das Kreieren von Inhalten für die Unternehmenswebsite, sei es durch SEO-Texte oder Produktfotos.

Haben KI oder andere Technologien bereits einen Einfluss auf dein Lernen?
KI ist mein Lieblingsthema. Mein Chef Tobias Meyer erwähnte mich in seinem Interview mit Renaissance im Anschluss an das Seminar in Bern im November 2024 zu diesem Thema. Die KI spielt eine grosse Rolle in meiner Ausbildung als Lernender. Ich benutze sie sehr oft. Aber man muss vorsichtig sein und darf sie nur anwenden, wenn man das Thema kennt, nach dem man sucht, sonst kann sie sich als gefährlich erweisen. Ich bin übrigens gerade dabei, einen KI-Workshop für einen Grossteil der Mitarbeiter des Unternehmens zu organisieren. Ziel ist es, KI und insbesondere ChatGPT richtig nutzen zu können und dabei Fehler zu vermeiden, z. B. bei der Beschreibung von Produkten. Ich denke, man sollte KI als Hilfsmittel einsetzen und nicht als endgültige Lösung. Ein weiteres Beispiel: Für meine Prüfungen zeige ich ChatGPT einen Mustertest, und fordere anhand dessen eine ähnliche Prüfung mit anderen Daten an. Auf diese Weise kann ich Prüfungen für die Berufsmaturität üben.

Ist im Arbeitsumfeld die Frage der Umwelt und des Wohlergehens der Menschen für dich wichtig?
Das Unternehmen ist im Bereich ESG sehr aktiv. Sie achtet z. B. auf die Reduzierung des Papierverbrauchs und der Fuhrpark wird mit Erdgas betrieben. Ausserdem hat sie mehrere Zertifikate wie ISO 9001, ISO 14001 und ein EcoVadis Gold Rating erhalten. Darüber hinaus ist eine meiner Arbeitskolleginnen auf Corporate Social Responsibility (CSR) und nachhaltige Entwicklung spezialisiert. Was den sozialen Aspekt betrifft, ist bb trading aktives Mitglied bei amfori BSCI, einem der weltweit am weitesten verbreiteten Sozialstandards. Unternehmen aus Risikoländern, mit denen wir zusammenarbeiten, werden jährlich auditiert. Dies ist ein fortlaufender Prozess, bei dem sich die Unternehmen stetig weiterentwickeln können. Mit dem Climate Impact bilanzieren wir alle unsere Produkte und leisten im entsprechenden Umfang einen Klimabeitrag an myclimate. Mit diesem unterstützt das Unternehmen zwei Projekte: eines in Graubünden zur Wiederaufforstung und eines in Tansania zum Schutz der Wälder für Indigene, Wildtiere und dem Klima. Vor etwa sechs Monaten hatte ich die Gelegenheit, aktiv an unserem Projekt teilzunehmen, als ich nach Schiers reiste, wo wir gemeinsam vor Ort zur Wiederaufforstung beitrugen.

Was macht deiner Meinung nach die Stärke des Schweizer Bildungssystems aus?
In der Schweiz kann jeder nach seinen Neigungen und Fähigkeiten den für ihn richtigen Weg wählen. Wenn man die Sekundarstufe abgeschlossen hat, variieren das Niveau jedes Schülers und seine Bedürfnisse. Ich habe mich für eine Lehre und parallel dazu für die Berufsmaturität entschieden. Das ist der anstrengendste Weg, weil ich fast jeden Schultag eine Prüfung ablegen muss. Es ist auch möglich, nur eine Lehre zu machen und sich danach für die Berufsmaturität zu entscheiden. In den überbetrieblichen Kursen meiner Lehre haben wir das Glück, von Marketingexperten ausgebildet zu werden, unter anderem von den Verantwortlichen von Activ Fitness, Red Bull und Schweiz Tourismus.

Wie siehst du deine weitere Karriere nach dem Abschluss der Lehre?
Wenn ich meinen Abschluss und die Berufsmatura schaffe, würde ich gerne weiterarbeiten, vielleicht bei bb trading. Danach müsste ich meinen Militärdienst absolvieren, aber ich halte mir alle Optionen offen. Mein Ziel wäre es, ein Studium in Marketing oder Betriebswirtschaftslehre in der Schweiz oder im Ausland zu absolvieren. Sicher ist, dass ich meine berufliche Ausbildung vertiefen möchte.

Welchen Rat würdest du einem Jugendlichen geben, der zögert, eine Lehre zu beginnen?
Mein Rat ist, so viele Unternehmen wie möglich zu besuchen, bevor man sich entscheidet, um sich ein Bild zu machen. Eine Website anzuschauen reicht nicht aus, um zu wissen, ob ein Unternehmen zu einem passt. Man muss vor Ort gehen, die Teams treffen, Fragen stellen und sehen, ob das Umfeld einen inspiriert.

 

Der Blick des Ausbilders

Bei bb trading beruht die Ausbildung der Lernenden auf einem schrittweisen und strukturierten Ansatz, wie Angelika Füllemann, Head of Human Resources und Berufsbildnerin, erklärt.

« Einen Lernenden zu begleiten bedeutet, ihm anfangs zur Seite zu stehen und ihn dann nach und nach selbstständig werden zu lassen. Regelmässiges Feedback hilft ihm, aus seinen Erfahrungen zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Ich finde es sehr spannend zu sehen, welche grosse persönliche Entwicklung in den drei Jahren stattfindet, wie die Lernenden immer selbstständiger werden und mehr Verantwortung übernehmen. Der Übergang von der Schule ins Berufsleben ist für junge Menschen eine echte Herausforderung: Sie müssen zwischen Arbeit, Berufsschule, Freizeit und Privatleben jonglieren. Unsere Aufgabe ist es, unsere Lernenden in dieser Phase zu begleiten und unterstützen, sodass sie sich im neuen Umfeld möglichst rasch und gut zurechtfinden und weiterentwickeln können. »

bbtrading.ch

Dieser letzte Artikel schliesst die Serie «Stimmen der Lernenden» ab, eine Initiative von Renaissance, um das Engagement ihrer Unternehmen, die in die Ausbildung von Jugendlichen investieren, hervorzuheben. Die bei SOLO Swiss SA, Bandi SA, Heberlein AG und bb trading werbeartikel ag gesammelten Erfahrungsberichte haben es ermöglicht, den Reichtum der Werdegänge, das Engagement der Unternehmen in der Ausbildung und die Vielfalt der von den Lernenden gemachten Erfahrungen zu beleuchten, junge Talente, die die Zukunft des Schweizer Industriesektors darstellen. Ihr Enthusiasmus, ihre Ausdauer und die Begleitung, von der sie profitieren, garantieren die Weitergabe von Wissen und die ständige Weiterentwicklung von Spitzenberufen.

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